Meine Methodik um Auftrittsangst in den Griff zu bekommen

Jeder Musiker der auf einer Bühne steht hat Lampenfieber.

Im besten Fall ist es der Nervenkitzeln vor einer Menschenmenge aufzutreten. Das Kribbeln im Bauch kurz bevor man beginnt sein Können zu demonstrieren. Man kennt das Gefühl und weiß: Jetzt gehts gleich los.

Im schlechtesten Fall schlägt einem das Herz bis zum Hals und die Angst macht sich im Kopf breit. Angst vor versagen. Angst vor unnötigen Fehlern. Angst vor dem was sich das Publikum womöglich über einen denken wird.

Beim Üben im stillen Kämmerlein geht das Stück perfekt durch. Umso ärgerlicher und peinlicher ist es, wenn aus der Nervosität heraus auf der Bühne dann unnötige Fehler passieren.

Einfach noch mehr und länger üben. Solange bis man die Nummer im Schlaf spielen kann.

Das ist die Lösung des Problems. Oder vielleicht doch nicht?

Permanentes Lampenfieber ist eine sehr frustrierende Sache, vorallem wenn es einen auch beim Vorspiel im kleinen Kreis erwischt. Über Wochen investiert man als Musiker viel Zeit und Energie in ein besonderes und schönes Stück. Nach langem Üben kann man nun etwas ganz Spezielles und möchte das dann natürlich auch mit Freunden und Familie teilen oder in einem Konzert vorführen.

Doch sobald man jemandem anderen vorspielen muss oder will, schleicht sich die Nervosität ein. Mit schwitzenden Hände und zitternden Fingern sitzt man dann vor dem Instrument und spürt den inneren Druck und die erhöhten Puls. Dazu kommen noch die psychologischen Effekte des Lampenfiebers. Das sind die inneren Stimmen, die einem Selbstzweifel und die Angst vor Fehlern und Peinlichkeit einflüstern. Und das genau in den Minuten in denen man sich eigentlich zu 100% auf das konzentrieren sollte was man so lange geübt hat.

Stattdessen stellt man sich die schlimmst möglichen Fall (den Worst-Case) vor und fühlt sich dadurch unsicher, spielt schlechter als sonst und macht unvermeidlich blöde Fehler.

Im Nachhinein sagt man sich selbst dann gerne Sachen wie

“Ich sollte schon viel besser sein für die Zeit die ich lerne.”

oder

“Meine Kollegen können viel komplizierte Sachen spielen.”

Man regt sich über sich selbst auf und macht sich damit fertig, dass zuhause alles ohne Probleme funktioniert, aber wenn dann jemand anderer zuhört die Fehler passieren.

Dieses Gefühl kenne ich sehr, sehr gut. Auch heute noch, nach mehr als 20 Jahren an meiner Zither und haufenweise Spiel- und Auftrittserfahrung, höre ich diese Stimmen vor einem Konzert. Doch es belastet mich nicht mehr so wie früher, denn ich habe für mich eine Methode entwickelt mit der ich mein Lampenfieber und meine Nervosität vor Auftritten und Konzerten auf einem gesunden Level halte. Ganz besiegen werde ich sie nie. Aber das ist auch nicht nötig, weil der Nervenkitzel auf einer Bühne vor einem Publikum von 20, 200 oder 2000 Menschen zu spielen etwas ganz natürliches ist.

In diesem Artikel möchte ich drei Methoden mit dir teilen, mit denen ich meine Nervosität vor Konzerten in den Griff bekomme. Aber zuvor muss ich kurz ein paar Details über mich loswerden. Denn eigentlich passe ich nicht ganz in der Grupper der klassischer Musiker und Künstler hinein, weil im Grunde bin ich vor allem eines.

Ein Techniker und ein Nerd.

Genauer gesagt bin ich Software- und Systemingenieur und beschäftige mich den Großteil meiner Zeit damit Probleme zu analysieren und zu lösen. Eine beliebte Strategie um an ein schwieriges Thema heranzugehen ist es, das Problem in kleinere Teilprobleme zu zerlegen. Kleine gut greifbare Probleme lassen sich nämlich sehr viel leichter lösen ode optimieren als große komplexe Problem die schwer zu verstehen sind. Im Fachjargon nennt man dieses Prinzip Divide & Conquer und ich zeige hier wie es auf die Problematik der Auftrittsangst angewandt werden kann.

Tipps aus dem Internet, die nicht immer viel bringen

Als ersten Schritt einer Problemlösung steht immer die Recherche.

Wer nach Lampenfieber oder Auftrittsangst googelt bekommt sehr schnell an eine große Anzahl an Artikeln der Kategorie “12 Tipps, wie du Lampenfieber überwindest”. Auch in Musiker-Foren ist Lampenfieber ein großes Thema und man bekommt viele “Meinungen” zu hören. Ich habe viele solcher Artikeln und Beiträge gelesen und leider dort empfohlenen Tipps und Tricks nicht immer sehr brauchbar.

Sehr gerne wird beispielsweise geraten bestimmte Dinge vor dem Auftritt zu sich zu nehmen oder gar zu meiden. Diese Art von Tipps fallen für mich in die Hausmittel-Kategorie.

z.B.:

“Trink doch einen Beruhigungstee”

oder

“Vermeide Koffein, Salz, Fast Food und Zucker

Zur dieser Gruppe der auftrittsangsthemmende Stoffe zählen dann auch andere Substanzen wie das kleine Bier oder das Glas Wein vor dem Auftritt.

Das mag im Grunde auch stimmen und den Symptomen von Lampenfieber entgegenwirken. Aber: Meine Nervosität loswerden indem ich eine Thermoskanne voll Lavendelblütentee (ohne Zucker) in den Zitherkoffer packe?  Das klingt mir aber doch ein wenig zu einfach.

Die Pille gegene Auftrittsangst wurde eben noch nicht erfunden, oder vielleicht doch?

Aber Spaß beiseite, es gibt in der Tat professionelle Musiker vor dem Konzert Medikamenten (sog. Beta Blocker) einnehmen um sich zu beruhigen und ihre Konzentration zu erhöhen.

“Der Arzneistoff, der eigentlich gegen Bluthochdruck eingesetzt wird, dämpft das Stresshormon Adrenalin und unterbindet so die körperlichen Auswirkungen der Angst.”, taz.de

Und macht zudem psychisch abhängig. Eine doch ein wenig extreme Lösung, also bitte vorher noch ein paar andere Methoden austesten.

Dann gibt es noch eine ganze Gruppe von Tipps die sich mit der eigenen Einstellung zum Publikum befassen.

Darunter findet man den klassische Rat: “Stell dir das Publikum einfach nackt vor!” (obwohl ich nicht glaube dass das jemals jemand ernst meint )

Aber auch Dinge wie:
“Suche ein freundliches Gesicht im Publikum.”

Das psychologische Konzept dahinter heißt übrigens Reframing oder Umdeutung und ist mit Sicherheit sehr mächtig. Immerhin werden darüber zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Artikel geschrieben.

Wenn ich so etwas als “Trick” gegen Nervosität in einem Absatz verpackt sehe muss ich schmunzeln und es eigentlich sollte es klar sein dass hier nur 2 Optionen übrig bleiben: Entweder gleich ein Buch von Paul Watzlawick lesen oder schnell weiterscrollen.

Der Tipp der wirklich auf keine Liste fehlt ist:

“Be Prepared”

oder

“Üben, üben, üben”.

Obwohl, wenn ich genau darüber nachdenke, es mir doch ein wenig seltsam vorkommt diesen Punkt als einen Tipp gegen Lampenfieber zu lesen. Das die saubere Vorbereitung eines Stücks eine zwingende Vorbedingungen für jede Art von Auftritt ist braucht man wohl keinem Musiker erklären.

Das eigentlich Problem ist ja, dass einem trotz guter Vorbereitung unter Stress Fehler an Stellen passieren die man im daheim fehlerlos spielen kann. Diese Stellen also dann noch mehr zu trainieren ist das wohl nicht die optimale Strategie.

Übrigens, es gibt nicht nur schlechte Tipps im Internet sonder auch einige echt gute Artikeln zum Thema Lampenfieber. Deshalb habe die Links zu den drei besten Artikeln die ich im Netz gefunden habe unten angefügt.

Die notwendigen Schritte zum sicheren Auftritt

(den Zweiten ignorieren viele Musiker)

Unsere Nervosität oder Auftrittsangst hindert uns daran ein gut vorbereitet Stück sicher vorzutragen und nimmt uns somit das Erfolgserlebnis und die Selbstbestätigung (“Ich kann etwas besonderes”) die wir erfahren wenn wir unsere Musik mit anderen teilen.

Als nächstes versuchen wir das Problem in mehrere gut abgrenzbare Teilprobleme, die sich einfacher lösen lassen. Der Weg vom neuen Notenblatt bis hin zum Konzert können wir grob in drei Schritte unterteilen.

A. Das Trockentraining

B. Vorspielen unter Stress

C. Der Auftritt

Schritt A und C sind ziemlich klar. Im Trockentraining wendet man Methoden und Praktiken in seiner Übungsroutine an um die ein Stück das man nicht kennt zu erlernen und zur Vorspielreife zu bringen. Stress und Nervosität lernt man ausklammern um der reinen Training seiner musikalischen Fertigkeiten Platz zu machen.

Beim Auftritt muss man sich neben der musikalischen Aspekte auch auf andere Dinge konzentrieren. Oft ist man auch in organisatorische Dinge eingebunden, muss womöglich die Technik unterstützen und einfach sichergehen, dass man alle seine Sachen beisammen und nichts vergessen hat (Notenmappe, Ersatzsaiten, etc). Einfach hinsetzten, das Stück fehlerfrei runterspielen und tosenden Applaus ernten ist halt nur die Theorie.

Den zweiten Schritt (B) lassen viele (und lange Zeit ich selbst auch) gerne komplett Schritt aus, obwohl vor allem für Musiker mit wenig Auftrittserfahrung dieser Punkt gerade sehr viel dazu beitragen kann Auftrittsangt in den Griff zu bekommen. Vom stillen Kämmerchen daheim direkt auf die Bühne zu gehen klingt zwar irgendwie logisch, eigentlich ist man aber einer komplett anderen Situation ausgesetzt die man nicht oder nur sehr wenig trainiert hat.

Du würdest ja auch keinen Fahrschüler, der gerade mal vom Parkplatz auf die Straße abgebogen ist nach New York in die Rush Hour zu schicken, oder?

Bei der Trockenübung auf dem Parkplatz geht natürlich alles glatt. Bei Stress kann man einfach auf die Bremse hüpfen und nichts passiert, denn man ist alleine und ohne andere Autos drumherum. Die Rush Hour ist voll mit Autos, die hupen und es eilig haben. Der Stresspegel ist enorm hoch.

Wie geht es dem Fahrschüler dort?

Womöglich endet die Ausfahrt in einem mittleren Nervenzusammenbruch. Das hier ein Zwischenschritt fehlt ist logisch.

Also: Sicherheit kommt durch Üben von Stresssituationen.

Einfache Methoden vorspielen um unter Stress zu trainieren

Ein ganz einfacher Weg um eine Auftrittssituation zu simulieren ist es die geübten Stücke guten Freunden oder Familienmitgliedern vorzuspielen. Das bietet eine perfekte Spielwiese mit einer Mischung aus Nervosität und in einer doch vertrauten Umgebung.

Das Wichtigste dabei ist, dass, anders bei einem Konzert man wenn man seinen Freunden vorspielt die Situation kontrollieren kann. Was genau ich damit meiner, erkläre ich in drei einfach auszuführenden Methoden du sofort (vielleicht sogar heute noch?) ausprobieren kannst.

Methode #1: Setze die Erwartung deines Publikums

Vergleiche mal die folgenden beiden Nachrichten an eine gute Freundin und überlege kurz welchen Erwartungen sie zu meinem Vorspiel mitbringen wird.

Hier findest du zwei Schlüsselwörter die ihre Erwartungen schon vorab setzt. Es geht um ein baldiges “wichtiges Konzert” und ich habe mein “Konzertprogramm” vorbereitet. Zudem interessiert mich ihre Meinung dazu. Sie wird also eine nahezu perfekte Mini-Version des Konzerts erwarten.

Hier passiert etwas ganz anderes. Mit dieser Nachricht positioniere ich sie nicht als Zuhörer oder Jury sondern als meinen Unterstützerin. Ich gebe bereits vorab zu, dass ich sehr nervös bin und ich womöglich Fehler machen werden. Und das ist voll ok, weil sie weiß, dass Sie ein Testpublikum für mich ist.

Du siehts, du hast die volle Kontrolle über den Stresspegel mit dem du trainieren möchtest. Wenn du schon kurz vor dem Konzert stehst und mit höheren Druck trainieren möchtest, verwende einfach die erste Vorlage verwenden und dein Publikum wird ein fehlerfreies Stück erwarten.

Wenn du generell schon ultra-nervös bist sobald du auch nur vor einer Person spielst, nimm einfach die zweite Vorlage. Deine Vertrauensperson wird keine hohen Erwartungen haben und dich sogar Unterstützen wenn sie merkt, dass du mit deiner Nervosität kämpfst.

Wichtig ist: Du kontrollierst die Situation.

Methode #2:  Verwende Anker Stücke

Das ist meine absolute Lieblings-Methode um Nervosität zu reduzieren und sicher in ein Konzert zu starten. Sie funktioniert für mich so gut, dass ich sie wirklich so oft es geht verwende.

Das Ankerstück. Der Name sagt schon alles. Ein Stück das ich schon hunderte

Male gespielt habe, das relativ einfach ist, trotzdem gut klingt und mir die Nervosität nimmt. Wie ein Anker eben.

Für mich ist mein Ankerstück fixer Bestandteil meiner Auftrittsroutine. Entweder spiele ich es als erstes Stück im Konzert oder, falls es nicht ins Programm hineinpasst, spiele ich es trotzdem beim Einspielen einmal kurz durch.

Anders als vielleicht vermutet spiele ich Stück nicht auswendig sondern lese es es vom Blatt. Das gibt einen zusätzlichen visuellen Anknüpfungspunkt, denn ich kenne natürlich jede Note. Oft genug praktiziert erzeugt diese Routine ein Gefühl von Sicherheit und Beruhigung und es passiert eine gewisse Konditionierung. Du kennst sicherlich die Geschichte des pawlowschen Hundes der bereits zu sabbern anfängt wenn sein Herrchen die Glocke läutet. Mit dem Anker ist es genauso wie mit die Glocke.

Er dient als Reiz und triggert ein bestimmtes Gefühl. In unserem Fall: Selbstvertrauen

Die Ankermethode gepaart mit einer starken Routine ist eine sehr mächtige Methode, die  den psychologischen Trick der Konditionierung ausnutzt. Das hilft nicht nur beim Zitherspieln sondern auch in vielen anderen Lebenssituationen.

Methode #3: Bewusst Fehler machen

Fehler sind nötig. Speziell in dieser zweiten Phase musst du akzeptieren, dass Fehler passieren werden. Das Positive daran ist, dass wenn du weißt das etwas mit ziemlicher Sicherheit passieren wird, kannst du dich darauf vorbereiten.

Warum also nicht vorab bewusste Fehler in dein Stück einbauen und so den deinen Umgang damit trainieren?

Das ganze läuft ungefähr so ab. Du hast bereits mit ein oder mehrere Freunde eingeladen und 3-5 Stücke vorbereitet die du Vorspielen willst. Such dir ein Stück aus bei dem du einen kleinen Fehler einbauen willst (z.B. einen Vorzeichenfehler).

Versuche den Vorzeichenfehler beim Vorspiel zu überspielen und solltest du rausfliegen, brich einfach ab und kommentiere dich selbst mit einem pfiffigen Kommentar. Du kannst natürlich auch gleich eine Stelle auswählen an der bewusst abbrechen und rausfliegen möchtest.

Probier einfach mal Folgendes aus und versuche damit dein Publikum zum Schmunzeln zu bringen.

“Die Vollversion von dem Stück spiele ich nur im Konzerthaus”

oder

“Ich würde ja gerne weiterspielen, müsste dann aber Eintritt verlangen”

Neben der Auflockerung hat das noch einen weiteren Vorteil. Bei bestimmten Typen von Auftritten ist die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums sehr unterschiedlich. Im Konzertsaal kann ein Stück ruhig mal 5 Minuten und länger dauern. Bei einer Gruppe Freunden auf der Couch wirst du schnell bemerken, wie nach 30 bis 60 Sekunden die Aufmerksamkeit nachlässt und vielleicht der eine oder andere zu tuscheln anfängt oder das Handy herausnimmt. Das hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun. Das Ambiente bestimmt einfach wie aufmerksam dir dein Publikum zuhört.

Gerade beim spontanen Vorspiel vor Freunden oder Familie kannst du das gut für dich ausnutzen und mit dieser Methode verbinden. Spiel ein Stück, mach Fehler und brich mit einem witzigen Kommentar ab.

Fazit: Versuche nicht perfekt zu sein (die anderen sind es auch nicht)

Das Ziel dieser Übung ist nicht einen perfekten Live-Auftritt im Wohnzimmer hinzulegen sondern eine Auftrittssituation zu trainieren. Wichtig dabei ist es vom Anspruch des perfekten und absolut fehlerfreien Auftritts loszukommen. Ein Live Auftritt ist keine CD Aufnahme bei der ein Stück so oft eingespielt werden kann wird bis es passt und danach noch vom Audiotechniker bearbeitet wird. Fehler gehören einfach dazu und du wirst lernen mit ihnen umzugehen. Manchmal kannst du sie sogar zu deinem Vorteil nutzen.

Hast du schon mal erlebt was passiert wenn der Kabarettist auf der Bühne seinen Text vergisst und selbst anfängt zu lachen? Der Applaus wird umso größer.

Ok, jetzt liegt es an dir dich mit deiner Nervosität auseinanderzusetzen. Die hier beschriebenen Methoden funktionieren. Du musst sie nur umsetzen. Probier es einfach aus und sende einfach eine Nachricht nach dem obigen Schema an einen guten Freund.

Das ganze lässt sich übrigens auch umdrehen:

Kennst du jemanden der sehr nervös beim vorspielen wird?

Teile einfach diesen Artikel oder frag doch direkt nach ob du nicht einmal zuhören darfst.

Fehlermachen nicht vergessen!!!!

PS: Hier wie versprochen die besten drei Artikeln zu Nervosität im Netz:
– Artikel mit sehr positivem Reframing von stagebound.de
– TED Video: “How I beat stage fright” von Joe Kowan
 – “Wie man das Verbocken auf der Bühne übt!” von voicetraining.com

Was meinst du dazu?